[Rezension] Zeitenzauber – die magische Gondel von Eva Völler

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Titel: Zeitenzauber – die magische Gondel

Autor: Eva Völler

Verlag: Baumhaus (Lübbe)

Seiten: 333

Preis: 7,99€ (Taschenbuch)

Reihe: Zeitenzauber                                                                                                                             1. Die magische Gondel 2. Die goldene Brücke (spielt in Paris) 3. Das verborgene Tor (spielt in London)                                                                                                                           Spin-Off: Auf ewig dein: Timeschool

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Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen – und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen …

(Quelle: Klappentext)

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Dieses Buch hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen. Anfangs war ich etwas skeptisch, weil ich befürchtet habe, dass Zeitenzauber nur eine schlechte Kopie meiner Lieblingsreihe, der Edelstein – Trilogie, ist. Beim Lesen gibt es natürlich schon ein paar Parallelen, und auch Eva Völlers Schreibstil ähnelt dem von Kerstin Gier sehr. Allerdings hat mich das überhaupt nicht gestört.


Allerdings fand ich einige Dinge ein bisschen unlogisch, was sich aber bei Zeitreisegeschichten wahrscheinlich nicht vermeiden lässt…

Die Handlung ist der in Rubinrot grundsätzlich ähnlich, jedoch ist auch vieles anders, was „Zeitenzauber“ zu etwas Einzigartigem macht. Der bei Weitem größte Unterschied ist, dass Anna vor ihrer Zeitreise nicht weiß, dass sie in der Zeit reisen kann. Außerdem hängt die Fähigkeit zum Zeitreisen, soweit ich weiß, von keinem bestimmten Gen ab. Dazu kommt, dass Anna von ihrem ersten Sprung in die Vergangenheit bis zum Ende des Buches nicht mehr zurück in die Vergangenheit kommt. Warum, kann ich nicht sagen, weil ich euch nicht spoilern will. Auf jeden Fall macht Anna eben nicht nur kurze Ausflüge in die Vergangenheit, sondern sie bleibt länger dort und muss dort auch bei einer Familie leben. Dabei werden die Lebensumstände im 15. Jahrhundert sehr deutlich, was ich spannend fand. Insgesamt erfährt man in diesem Buch ein bisschen mehr über die Geschichte (in diesem Fall von Venedig) als in der Edelstein Trilogie.

Das Setting ist meiner Meinung nach sehr gut gewählt. Venedig passt perfekt zu geheimnisvollen Geschichten mit Magie und Zeitreisen, weil man sich teilweise selbst so fühlt, als wäre man in die Vergangenheit gereist, wenn man durch die Gassen von Venedig läuft. An dieser Stelle kommen wir auch schon zum nächsten Punkt, der mir an diesem Buch gefallen hat. Es ist wirklich sehr geheimnisvoll, da man nie weiß, wer die anderen Zeitreisenden (außer Sebastiano) wirklich sind. Außerdem gibt es in der Vergangenheit einen Gegenspieler, den Sebastiano mit Annas Hilfe aufhalten muss. So kommt es manchmal zu Kämpfen und gefährlichen Situationen, wodurch die Geschichte spätestens nach den ersten 50 Seiten sehr spannend und fesselnd wird, sodass man kaum aufhören kann zu lesen.

Jedoch kann man auch dann nicht aufhören zu lesen, wenn gerade weniger passiert, weil Eva Völlers Schreibstil durch seinen Humor sehr angenehm zu lesen ist, ähnlich wie der von Kerstin Gier. Es werden einige ältere Ausdrücke verwendet, was mich sowieso nicht stört und davon abgesehen passt es zu der Zeit, in der die Geschichte spielt. Es tut mir leid, wenn ich die beiden Reihen, beziehungsweise Autoren, die ganze Zeit vergleiche, aber sie sind sich nun einmal wirklich ähnlich.

Anna, die Protagonistin, hat, genau wie die Autorin, sehr viel Humor. Ich finde Anna sehr sympathisch. Sie ist zwar nicht sehr vielschichtig oder komplex, aber ihre Gedanken werden immer sehr ehrlich dargelegt. Dadurch wirkt Anna sehr authentisch. Außerdem kann man ihre Gedanken sehr gut nachvollziehen und würde sie meistens in dieser Situation auch denken, sodass man sich vollständig mit ihr identifizieren kann. Anna ist zwar nicht besonders intelligent und manchmal sehr ängstlich, aber sie ist nicht feige und stellt sich Situationen, anstatt wegzulaufen.

Auch Sebastiano fand ich sehr sympathisch. Er ist einfach der Typ Junge, dem so gut wie jedes Mädchen verfallen ist, genau wie Anna. Er ist attraktiv, mutig, selbstlos und er ist mehr als nett zu Anna. Er hat mich sehr an Gideon erinnert, auch wenn er nicht ganz so fies zu Anna ist. Am Anfang schon, aber sonst nicht. Die Liebesgeschichte ist romantisch, aber im ersten Band sehen sich Anna und Sebastiano leider gar nicht so oft. Ich bin mir allerdings sicher, dass sich das im nächsten Band ändern wird.

Ich kann es gar nicht erwarten, den nächsten Band zu lesen! Trotzdem kann die Zeitenzauber – Trilogie die Edelstein-Trilogie niemals toppen, weil ich es einfach spannender finde, wenn die Geschichte auch in der Gegenwart spielt und weil es in Zeitenzauber nicht so viele Verschwörungen gibt.

Übrigens gibt es keinen Cliffhanger und das Ende ist in sich abgeschlossen, sodass man das Buch theoretisch auch als Einzelband lesen könnte. Allerdings macht dieses Buch schon Lust auf mehr… 😉

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Dieses Buch hat mich absolut positiv überrascht und konnte mich durch Spannung, ein tolles Setting, viel Humor und Sebastiano überzeugen. Wer noch eine fesselnde und leichte Ferienlektüre sucht, die glücklich macht, ist hier auf jeden Fall richtig. Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Eulen.

Idee: 5/5

Umsetzung: 4,5/5

Charaktere: 4,5/5

Schreibstil: 5/5

Cover und Klappentext: 4/5

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Kennt ihr die Zeitenzauber – Trilogie und wie hat sie euch gefallen?

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