Erwachen des Lichts – Jennifer L. Armentrout [Rezension]

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Titel: Erwachen des Lichts

Autor: Jennifer L. Armentrout

Verlag: HarperCollins  Verlagswebsite

Genre: Fantasy

Seiten: 430

Preis: 16,99€   Kaufen auf amazon.de

Reihe: Götterleuchten 1. Erwachen des Lichts 2. Im leuchtenden Sturm (September 2017) 3. Glanz der Dämmerung

3,5 von 5 Eulen

Diese Reihe ist die Spin-Off-Reihe zur Dämonentochter-Reihe! Diese Rezension könnte folglich Spoiler zu Dämonentochter enthalten!

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Nachdem Ares besiegt ist und Alex in den Tartarus verbannt wurde, gibt es nun eine neue Gefahr aus der Welt der Götter: Die Titanen, die bisher eingesperrt waren, sind ausgebrochen und wollen die Welt beherrschen und die Menschheit auslöschen. Josie ist als eine der Wenigen dazu fähig, die Titanen zu ermorden; allerdings weiß sie noch nichts von ihren übernatürlichen Kräften, genauso wenig wie der Gefahr, in der sie deshalb schwebt. Seth ist ein Apollyon und ist damit mächtiger als Reinblüter und Halbblüter, die alle mit den Göttern verwandt sind. In Dämonentochter hat er jemanden verloren, der ihm sehr wichtig war und infolgedessen ist ihm sein Leben nicht mehr viel wert. Er bekommt jedoch den Auftrag, für Josies Überleben zu sorgen, da die Titanen es auf sie abgesehen haben. Er soll sie in eine Universität bringen, wo sie vor den Titanen in Sicherheit ist, doch diese haben sie bereits aufgespürt und Josie wird mehrmals attackiert. Dabei verliebt sie sich in Seth und auch er fühlt sich sehr zu ihr hingezogen, allerdings kann/will er aus verschiedenen Gründen nicht mit ihr zusammen sein.

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Seth und Josie sind in diesem Buch die Protagonisten.

Josie ist eine Halbgöttin, deren Fähigkeiten aber noch nicht aktiviert sind. Sie kennt ihren Vater nicht, ihre Mutter ist psychisch krank und sie ist bei ihren Großeltern aufgewachsen. Deshalb war sie als Kind nicht sonderlich beliebt und hatte keine Freunde. Sie studiert Psychologie und hat Angst, so zu werden wie ihre Mutter. Josie ist nicht sehr selbstbewusst, aber sie kann sehr mutig und kämpferisch sein. Insgesamt erinnert sie mich sehr an Katy aus der Lux-Reihe (Obsidian usw.). Ich finde Josie sehr sympathisch, konnte mich gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen. Es ist zwar ein bisschen nervig, dass Josie fast nie selbst kämpft oder eigenständig handelt, sondern sich von Seth beschützen und retten lässt, aber man kann sich gut in sie hineinversetzen, weil sie ein ziemlich typisches Mädchen ist. Und ich denke, dass jedes Mädchen gerne von einem heißen Typen beschützt werden würde 🙂

Seth hatte eine schwere Vergangenheit. Er hat Fehler gemacht und daraufhin jemanden verloren, was ihn gebrochen hat. Sein Leben ist ihm infolgedessen nur noch wenig Wert und er hält sich für keinen guten Menschen. Das liegt auch daran, dass Seth von Beruf Menschen ermordet und sich dabei nicht davor scheut, seine Opfer zu quälen. Obwohl er eigentlich nicht viel von sich hält, verhält Seth sich nach außen hin sehr respektlos, arrogant und überheblich. Allerdings kann er auch sehr fürsorglich, rücksichtsvoll und nett sein.

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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich schon einige Bücher von Jennifer L. Armentrout gelesen habe, die mir teilweise sehr gut und teilweise gar nicht gefallen haben. Obwohl mir ihr letzter Fantasyroman (Dark Elements 1) überhaupt nicht gefallen hat, wollte ich Erwachen des Lichts unbedingt lesen, weil ich die griechische Mythologie sehr interessant finde. Allerdings war es nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe.

Was mich von Anfang an gestört hat, ist der Schreibstil. In Obsidian und den anderen Büchern der Lux – Reihe hatte ich wirklich nichts am Schreibstil auszusetzen, aber bei diesem Buch fand ich ihn einfach zu direkt, geschmacklos und es wurde für meinen Geschmack zu viel Jugendsprache verwendet. Beispielsweise fluchen die Charaktere sehr oft oder es werden Wörter wie ´freakig´verwendet. An sich finde ich so etwas nicht schlimm, aber ich finde, dass man Gefühle besser ausdrücken kann als durch verdammt. Ich fand es auch störend, dass zum Beispiel Leichen mit Spaghetti Bolognese verglichen werden. In diesem Buch kommen sehr viele Vergleiche dieser Art vor, die ich geschmacklos fand und die den Szenen die Glaubhaftigkeit genommen haben.

Es wird immer abwechselnd aus Seths und Josies Sicht geschrieben, sodass man beide kennen lernt. Der Schreibstil ist jeweils an die erzählende Person angepasst, sodass man sich besser in die Charaktere hineinversetzen kann.

Trotzdem konnte ich mich anfangs gar nicht mit Seth anfreunden. Obwohl einige Kapitel aus seiner Sicht geschrieben sind, konnte ich Seth nicht verstehen und fand ihn eher schrecklich, weil er arrogant und überheblich ist, Menschen zum Spaß ermordet und nur an Sex denkt (wenn er Josie sieht, aber sonst auch oft genug).       Zum Glück erfährt man gegen Ende des Romans mehr über Seth und kann ihn somit besser verstehen. Außerdem entwickelt sich Seth im Laufe der Geschichte sehr stark, sodass ich ihn am Ende wirklich mochte. Ich freue mich sogar schon darauf, im nächsten Band mehr über ihn zu lesen.


In der zweiten Hälfte des Buches lernt man auch Deacon und Luke kennen. Die beiden sind zwar nur Nebencharaktere, aber ich fand sie fast schon sympathischer als die Hauptpersonen und sie haben die Geschichte durch ihre offene Art sehr aufgelockert. Sie sind lustig und heitern Josie auf, aber sie können auch ernst sein, wenn es eine Situation erfordert.

Besonders enttäuscht hat mich an diesem Buch die Thematisierung der griechischen Mythologie. Ich habe erwartet, dass es hauptsächlich um die Götter geht und dass ein paar Mythen in die Geschichte eingebaut werden. Es geht jedoch mehr um die Nachfahren der Götter, als um die Götter selbst und davon abgesehen hat Jennifer L. Armentrout Wesen in die Geschichte eingebaut, die mich sehr an Dämonen erinnern und auch das Vereinnahmen von Menschen kommt nicht zu kurz… Ich habe ja eigentlich nichts gegen Dämonen und so weiter, aber ich habe eben einfach etwas ganz anderes erwartet.

Dennoch hat es mir Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, weil ich die Charaktere mit der Zeit wirklich gerne mochte und mich gut in Josie hineinversetzen konnte. Die Spannung wird so gut wie die ganze Zeit über aufrecht erhalten, da wirklich ständig etwas passiert und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es so fesselnd war. Allerdings gibt es ein paar ausführlich beschriebene Sexszenen, durch die die Geschichte zeitweise an Spannung verliert.

Obwohl ich die Dämonentochter –Reihe nicht gelesen habe und anfangs gar nicht wusste, dass dieses Buch Teil einer Spin – Off Reihe ist, konnte ich dem Handlungsverlauf gut folgen. Die ganze Vorgeschichte wird auch gegen Ende noch einmal zusammengefasst und Alex, die Hauptperson von Dämonentochter, taucht zumindest in diesem Band überhaupt nicht auf. Man kann dieses Buch also auch lesen, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt. Es ist aber wahrscheinlich praktischer, wenn man sie gelesen hat, weil man Seth dann (wahrscheinlich) von Anfang an besser verstehen kann.

Ich fand dieses Buch besser als Dark Elements, aber deutlich schlechter als die Lux-Reihe oder die Young Adult Bücher der Autorin.

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Dieses Buch ist ganz anders als erwartet, aber es hat mir trotzdem ganz gut gefallen. Abgesehen von den Angriffen von Titanen oder Ähnlichem fand ich die Handlung spannend und unterhaltsam, wenn auch ein bisschen klischeehaft. An den Schreibstil muss man sich erst einmal gewöhnen. Mir hat er, wie schon bei Dark Elements, nicht so gut gefallen, aber das ist Geschmackssache. Mit Seth kam ich anfangs gar nicht klar, aber mit der Zeit merkt man, dass er ein sehr vielschichtiger Charakter ist und schlussendlich war er mir sehr sympathisch, genau wie Josie. Die Handlung ist sehr spannend und mitreißend, sodass es mir trotz allem Spaß gemacht hat, dieses Buch zu lesen.

Ich kann es allen empfehlen, die Dark Elements mögen. Auch wenn ihr spannende Fantasygeschichten mit viel Action und einem heldenhaften Typen mögt, seid ihr hier genau richtig. Allerdings solltet ihr „Erwachen des Lichts“ nicht nur deshalb lesen, weil ihr die griechische Mythologie und Götter im Allgemeinen toll findet, weil sie hier nicht so dargestellt werden wie man (oder zumindest ich) es erwartet.

Ob ich den Folgeband lesen werde oder nicht, weiß ich noch nicht. Es gibt keinen Cliffhanger oder so, aber das Ende macht auf jeden Fall Hoffnung auf einen besseren zweiten Band.

Idee: 4/5

Umsetzung: 3/5

Charaktere: 4/5

Schreibstil: 2,5/5

Cover + Klappentext: 4/5

3,5/5

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An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei HarperCollins für die Bereitstellung dieses Leseexemplars bedanken! 

Ich hoffe, euch hat meine Rezension gefallen. Kennt ihr das Buch? Schreibt gerne mal eure Meinung dazu in die Kommentare 🙂

Eure Mira 

 

 

 

 

 

 

 

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