Magonia von Maria D. Headley [Rezension]

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wp-image-1415462993jpg.jpgTitel: Magonia

Autor: Maria D. Headley

Verlag: heyne fliegt

Genre: Fantasy

Seiten: 368

Preis: € 16,99 [D] | € 17,50 [A]

Bewertung: 4,5/5 Eulen

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Schon seitdem sie klein ist, leidet Aza an einer mysteriösen Krankheit, die ihr das Atmen schwer macht und die keiner außer ihr jemals hatte. Deshalb ist eine Behandlung unmöglich und die Ärzte vermuten, dass Aza spätestens an ihrem 16. Geburtstag sterben wird. Als Aza ein Schiff am Himmel sieht, denkt sie zuerst, sie würde halluzinieren, doch dann hört sie, wie aus dem Schiff ihr Name gerufen wird. Doch als Aza stirbt, kommt sie in eine Welt über den Wolken, die einem Meer ähnelt. An Bord ihres Schiffes wird Aza gesagt, dass sie die wichtige Aufgabe hat, ganz Magonia zu retten. Doch steckt hinter den Plänen der Kapitänin mehr, als Aza vermutet? Bald liegt das Schicksal der ganzen Welt in Azas Händen…inhalt-2

Schon vor über einem Jahr wurde ich durch dieses wunderschöne Cover auf Magonia aufmerksam und als ich gesehen habe, dass es nun ins Deutsche übersetzt wurde, war für mich klar, dass ich es unbedingt lesen muss! Aber als es dann bei mir zuhause auf dem SUB lag, hatte ich irgendwie doch keine so große Lust mehr darauf, weil ich befürchtet habe, es könnte ähnlich sein wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ oder andere Krankheitsgeschichten, welche ich eigentlich größtenteils nicht mochte.

Doch als ich dann angefangen habe zu lesen, konnte mich Magonia schon von der ersten Seite an überzeugen. Vielleicht nicht unbedingt von der Handlung her, sondern einfach, weil ich Aza total sympathisch finde. Sie hat einen ganz eigenen, sehr sarkastischen Humor und weil es schon seit ihrer Kindheit heißt, dass sie bald sterben wird, kommt sie ziemlich gut mit ihrer „Krankheit“ zurecht und ich finde es gut, dass ihre Krankheit und auch der Tod nicht so übertrieben dargestellt sind Aza ist ziemlich direkt und authentisch und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen, auch in Situationen, die wirklich ein bisschen komisch sind (positiv komisch ;)). Auch Azas besten Freund, Jason, fand ich ganz sympathisch. Er mag es herum zu experimentieren und er kann sich sogar in die Server der Regierung hacken, außerdem hat er irgendwie so was wie eine Störung, über die ich jetzt aber nicht mehr sagen kann weil ich ja irgendwie auch nicht alles verraten kann. Davon abgesehen hat er zwei Mütter, was ich auch mal ganz interessant fand. Obwohl es so was wahrscheinlich immer mehr gibt, habe ich darüber ehrlich gesagt noch nie etwas gelesen…

Auch der Schreibstil von Maria D. Headley hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte lässt sich leicht und locker lesen, sodass ich dieses Buch in zwei Tagen verschlungen habe. Ich habe wirklich total mitgefiebert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es sehr spannend und wirklich gut geschrieben ist. Es wird abwechselnd aus den Perspektiven von Aza und Jason erzählt, was besonders interessant wird, als Aza nach Magonia kommt und somit von Jason getrennt ist. Dabei lässt die Spannung nicht nach, sondern sie steigt sogar durch den Wechsel der Perspektiven.

Magonia an sich fand ich auch toll. Die Idee ist zwar stellenweise ein bisschen kindisch und sehr realitätsfern (Ich weiß, dass das bei Fantasy immer so ist, aber bei diesem Buch ist es irgendwie anders wegen dem Reich über den Wolken und den Luftschiffen die tatsächlich aussehen wie Schiffe usw.) Dennoch gibt es viele Elemente, die für mich ganz neu waren, also was die Wesen in Magonia und auch diese Welt an sich betrifft. Leider kann ich hierzu nichts Genaueres sagen, weil ich sonst wirklich zu viel verraten würde… trotzdem möchte ich erwähnt haben, dass man sich nicht vor Vögeln ekeln sollte oder so, wenn man dieses Buch liest 🙂 Obwohl die Geschichte wie schon erwähnt teilweise ein bisschen unrealistisch ist, also so in Richtung Kindererzählung, kann man sich alles gut vorstellen und durch Themen wie Liebe, Verrat und Rache hat man während dem Lesen trotzdem selten das Gefühl, ein Kinderbuch zu lesen. Mit der Zeit merkt man auch, dass Magonia nicht ganz so traumhaft ist wie es scheint und dass es auch dort böse Menschen gibt… Ich möchte an dieser Stelle wirklich unbedingt betonen, dass nur die Idee der Welt Magonia, jedoch keineswegs die Handlung an sich kindisch/unvorstellbar ist. Übrigens hat es mir auch gefallen, dass man viele Probleme zwischen Magonia und der Erde auch auf aktuelle Probleme beziehen konnte, was die Geschichte auch realer wirken lässt. Übrigens fand ich es bei diesem Buch nicht schlimm, dass die Protagonistin jünger als ich ist. Normalerweise liest man ja lieber von Personen die älter sind als man selbst… 🙂

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Magonia ist eine sehr schöne und wirklich gut geschriebene Geschichte mit einer sympathischen Protagonistin mit Humor. Es ist ganz anders als normale Fantasy Geschichten und der Fokus liegt auch zum Glück nicht auf besonderen Fähigkeiten. Mir hat es echt Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und ich kann es jedem empfehlen, der Lust auf etwas eher Leichtes hat, über das man aber noch eine Weile nachdenkt. Obwohl es nicht ganz auf 5 Eulen kommt, ist dieses Buch wirklich absolut lesenswert!

Idee: 4/5

 

Umsetzung: 4/5

Schreibstil: 5/5

Charaktere: 4/5 (sehr sympathisch, aber nicht vielschichtig)

Cover und Klappentext: 5/5

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