[Rezension] Malou – Diebin von Geschichten von Lisa Rosenbecker

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Titel: Malou – Diebin von Geschichten
Autor: Lisa Rosenbecker

Genre: Krimi/Fantasy

Verlag: Carlsen im.press

Preis: 3,99€

Seiten: ca. 301

Inhalt:

Jeder weiß, dass der Kuss einer Muse auch aus dem gewöhnlichsten Menschen einen gefeierten Autor machen kann. Doch die wenigsten wissen um die Anti-Musen, wie Malou Winters eine ist. Als Tochter einer Normalsterblichen und einer Romanfigur hat sie von der versteckten Zwischenweltbibliothek aus Zugang zu sämtlichen Londoner Buchwelten, die jemals erdacht und aufgeschrieben wurden. Statt jedoch zu inspirieren, ist es ihre Bestimmung, nicht zu Papier gebrachte Ideen zu finden und zu löschen.

Eine Lebensaufgabe, die sie nicht selten frustriert, vor allem da in letzter Zeit etwas mit den Personen, zu denen ihre Aufträge sie führen, nicht zu stimmen scheint. Und dann gerät sie auch noch ins Visier eines nicht unattraktiven jungen Mannes, der gefährlich nah dran ist, ihre wahre Identität zu erraten.

Personen:

Malou ist in diesem Buch die Hauptperson. Ich fand sie eigentlich ganz nett, auch wenn sie für ihr Alter ein bisschen zu kindisch ist. Sie lebt soweit ich das verstanden habe noch mit ihrer Mutter zusammen und hat außer ihrem Musen – Job irgendwie nicht viel zu tun, obwohl sie schon 19 ist. Mir kommt sie eher so vor wie 16 oder so. Naja, ansonsten finde ich Malou wie gesagt ziemlich sympathisch und ihre Handlungen sind nachvollziehbar, manchmal ist sie allerdings ein bisschen naiv. Ich konnte mich trotzdem sehr gut in sie hineinversetzen. An diesem Buch mag ich aber vor allem die Nebencharaktere. Malous Freundin und ihr Mentor sind wirklich ziemlich lustig, und auch Lansbury finde ich toll. Am Anfang wirkt er fast schon sadistisch, aber man merkt bald, dass er eigentlich wirklich nett ist.

Meine Meinung:

Also erst mal muss ich sagen, dass ich den Klappentext ziemlich irreführend finde. Dort steht, dass mit Malous Aufträgen „etwas nicht stimmt“ und dass Malou ins Visier attraktiven Mannes gerät, der nah dran ist ihre Identität zu erraten. Nur damit ihr wisst, um was es wirklich geht: Jeder Auftrag, den Malou in letzter Zeit bekommt, wurde ermordet, bevor sie ihm seine Ideen rauben konnte. Da Malou natürlich an allen Tatorten war, wird sie von einem jugen und attraktiven Polizisten namens Lansbury verdächtigt, etwas mit den Morden zu tun haben. Malou kann ihm nicht die Wahrheit sagen, da er nicht wissen darf,  dass sie eine Muse ist. Und obwohl Malou Lansbury anfangs regelrecht hasst, verliebt sie sich in ihn.

Dieses Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Die Geschichte ist zwar ein bisschen klischeehaft: Ein geheimnisvolles Mädchen verliebt sich in einen grimmigen Polizisten mit einer schweren Vergangenheit… Aber schon nach den ersten paar Seiten hat mich das Buch gefesselt und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Denn das Besondere an diesem Buch ist die Mischung aus Krimi und Fantasy, die der Autorin wirklich gut gelungen ist. Von Musen, Antimusen und so weiter habe ich weder gehört noch gelesen, und mir gefällt die Idee sehr gut.  Die Vorstellung ist wahrscheinlich für jeden Bücherliebhaber großartig, Buchcharaktere zu treffen und Buchwelten zu betreten :). Dazu kommt noch die Sache mit den Morden. Dadurch bleibt das Buch die ganze Zeit spannend, und man verdächtigt im Laufe des Buches so gut wie jeden, der mit Malou zu tun hat. Ich finde es toll, dass es am Ende trotzdem jemand ist, mit dem ich niemals gerechnet hätte.

Den Schreibstil von Lisa Rosenbecker finde ich auch gut. Sie beschreibt alles so, dass man es sich vorstellen kann, manchmal fand ich ihre Sätze aber ein bisschen komisch und sie hat manche Dinge komisch ausgedrückt. Das alles wird aber von ihrer humorvollen Art zu schreiben wettgemacht.

Ich hätte gerne noch mehr über Malou gelesen und finde es sehr schade, dass es keinen 2. Band gibt!

Fazit:

Es macht wirklich viel Spaß, dieses Buch zu lesen, und ich kann es jedem weiter empfehlen, der vom Genre her Bücher wie „Mythos Academy“ mag. Mein einziger Kritikpunkt ist an manchen Stellen der Schreibstil, und Malou hat mich teilweise ein bisschen genervt.

Idee: 4,5/5

Umsetzung: 5/5

Charaktere: 4/5

Schreibstil: 3,5/5

Cover: 5/5

Klappentext: 3/5

Ich gebe dem Buch 4/5 Eulen.

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