[Rezension] Herz aus Gold und Asche

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Titel: Herz aus Gold und Asche
Autor: Katja Ammon

Genre: Fantasy

Verlag: Planet!

Seiten: 336

Preis: 16,99

Reihe: Einzelband

Klappentext:

Elin kann es nicht fassen! Ohne große Anstrengung ergattert sie ihren Traumjob in einem der weltweit größten Pharmaunternehmen. Nicht nur, dass sie in die Fußstapfen ihres verstorbenen Vaters tritt, nein, mit der Forschung kann sie möglicherweise ihrem schwerkranken Bruder helfen. Allerdings ist es nicht einfach, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, seit sie dort Esra begegnet ist. Er sieht umwerfend aus und ist unglaublich charmant, aber irgendetwas scheint er vor ihr zu verbergen. Und jeder Schritt in seine Richtung treibt Elin mehr in die faszinierende sowie gefährliche Welt einer längst vergessenen Legende. Bis sie sich entscheiden muss: Wen soll sie retten – ihren Bruder oder ihre große Liebe?

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Die beiden Hauptpersonen in diesem Buch sind Elin und Esra. Elin hat beide Eltern bei einem Autounfall verloren, und ihr Bruder erholt sich gerade von Krebs. Deshalb würde Elin alles dafür tun, studieren zu können und ein Medikament gegen Krebs zu finden. Ich finde Elin ziemlich sympathisch und vom Charakter her eigentlich ganz normal. Es hat mir gefallen, dass sie ihrem Bruder zwar helfen will, aber trotzdem noch moralisch richtig handeln möchte. Außerdem hat sie wenig Vorurteile, manchmal ist sie aber auch ein bisschen zu gutgläubig. Denn schon als sie merkt, dass mit Panazea irgendwas faul ist, macht sie sich noch keine großen Gedanken, dass sie ihr oder anderen schaden wollen könnten.

Esra ist einer der Sicherheitsleute bei Panazea. Er verliebt sich in Elin und will sie beschützen, aber er hatte eine schwere Vergangenheit und traut sich anfangs nicht, sich gegen seinen Onkel, den Alpha des Clans, aufzulehnen. Mehr kann man über ihn eigentlich nicht sagen, ohne alles zu verraten. Ich finde Esra sehr sympathisch.

Ich finde, die Personen könnten aber insgesamt ein bisschen besonderer sein, da ich normale Charaktere eben nicht so spannend finde. Aber weil sie so normal denken, kann man sich gut in sie hineinversetzen und fast alle Handlungen nachvolllziehen.

Schreibstil:

Der Schreibstil in diesem Buch ist sehr schön und man kann sich alles wirklich genau vorstellen. Dadurch wird man komplett in den Bann des Buches gezogen und erlebt alles mit, was nicht unbedingt bei jedem Buch so ist. Dazu kommt, dass der Schreibstil sich leicht und schnell lesen lässt. An manchen Stellen ist die Geschichte auch humorvoll erzählt.

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Nach dem Lesen des Klappentexts wusste ich irgendwie nicht so wirklich, was mich erwartet. Ich habe gedacht, dass es irgendwie um ein Pharma Unternehmen geht und dass es irgendeine Legende gibt, aber ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es wirklich viel Fantasy Elemente gibt. Die Idee dieses Buches finde ich einfach toll. Es gefällt mir total, dass die Autorin nicht einfach irgendwelche Fantasiewesen erfunden hat, sondern dass sie das alles mit echten Legenden verknüpft hat. Denn in Basel gibt es wirklich Legenden von den Basilisken. Ausßerdem finde ich es sehr schön, dass ich von diesen Basilisken noch nie etwas gelesen oder gehört habe und das Thema somit für mich ziemlich neu war. Die Basilisken werden sehr detailliert beschrieben, und zwar nicht nur ihr Aussehen, sondern auch ihre komplett andere Lebensweise. Ich kann mir wirklich immer noch genau vorstellen, wie sie und ihre Höhle aussehen. Es hat mir auch total gut gefallen, dass es auch noch verschlüsselte Texte und so weiter gibt, die alles noch echter erscheinen lassen.

Was ich an diesem Buch auch sehr gelungen finde, ist die Mischung aus Fantasy und ernsteren Themen. Einerseits geht es um die Basilisken und ihre Geheimnisse, andererseits geht es auch um die Frage, wie viel man für eine Heilung gegen Krebs zu tun bereit ist und man sieht, wie wie eine einflussreiche Firma durch Geldgier sehr unmoralisch werden kann.

Die Spannung ist in diesem Buch fast von Anfang an vorhanden. Es fängt gleich damit an, dass Elin bei Panazea eingestellt wird, und kurz darauf findet Elin ein altes Buch, das scheinbar nur in Mustern geschrieben ist, und ein Amulett auf dem Dachboden. Dabei fragt man sich schon, was an Panazea faul ist, da Elins Tante die Firma noch immer für den Tod von Elins Vater verantwortlich macht. Schon bald trifft Elin Esra und verliebt sich, aber sie sollen aus irgendeinem Grund nicht zusammen sein. Sobald Elin mehr über die Basilisken und auch Panazea erfährt, wird das Buch immer spannender. Es hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich gar nichts mehr um mich herum mitbekommen habe und nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Ich finde es außerdem toll, dass dieses Buch in Basel spielt. Ich war selbst schon in Basel und konnte mich an viele Orte erinnern, die in der Geschichte vorkommen. Wahrscheinlich ist das auch einer der Hauptgründe dafür, dass ich dieses Buch so toll finde. Es ist schon cool, wenn man sich so eine aufregende Geschichte in einer Stadt vorstellen kann, die man kennt, und alles wirkt dadurch viel realer.

Mein einziger, wenn auch nicht so wichtiger Kritikpunkt ist, dass gegen Ende vor der Auflösung zu viele kleine Themen angeschnitten sind, die alle etwas mit den Basilisken und so weiter zu tun haben, die aber eigentlich nicht soo wichtig sind. Mich hat das ziemlich verwirrt. Außerdem spielt sich das ganze Ende, das extrem spannend ist, auf nur etwa 50 Seiten oderso ab. Ich hätte 30 Seiten vor dem Ende des Buches wirklich niemals angenommen, dass das Ende noch in diesem Buch ist und dass es keinen zweiten Band gibt. Ich finde es übrigens sehr schade, dass es keinen zweiten Band gibt, weil man mit dem Thema sicherlich noch mehr hätte machen können. Das Ende ist aber wenigstens abgeschlossen…

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Dieses Buch ist wirklich viel besser, als der Klappentext verspricht. Die Idee mit den Basilisken und der Verknüpfung mit der Stadtgeschichte ist mal was ganz Neues, und es hat mir sehr gut gefallen. Das Buch zieht einen vollkommen in seinen Bann und hat eine ganz besondere Atmosphäre.

Allerdings denke ich nicht, dass dieses Buch jedem gefällt, da man eben das Thema Krankheit und das Thema Fantasy/Legenden mögen muss.

Ich gebe dem Buch trotz einiger weniger Kritikpunkte 5 von 5 Eulen, weil es etwas ganz Besonderes ist und mir mehr als gut gefallen hat.

Idee: 5/5

Umsetzung: 5/5

Schreibstil: 4,5/5

Personen: 4/5

Cover: 5/5

Klappentext:4/5

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