[Rezension] Rebel of the sands – Alwyn Hamilton

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Titel: Rebel of the sands
Autor: Alwyn Hamilton

Auf deutsch erhältlich? Ja

  • Titel: Amani – Rebellin des Sandes
  • Verlag: cbt
  • Seiten: 352
  • Preis: 16,99€
  • Erscheinungsdatum: 22.08.16
  • Kaufen?

Genre:  Fantasy

Verlag: Faber & Faber

Seiten: 358

Preis: 7,99 EN; 6,99€ DE

Reihe: Band 1 einer Duo- oder Trilogie

Auf englisch kaufen?

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Amani lebt in einem kleinen Dorf in der Wüste. Sie ist Waise, muss bald einen Mann heiraten, den sie nicht liebt, und ist als Frau sowieso nichts wert. Deshalb möchte sie aus ihrem Dorf in die Landeshauptstadt Izman flüchten, von der ihre Mutter vor ihrem Tod immer geschwärmt hat. Um an Geld zu kommen, gibt Amani sich als Junge aus und nimmt an einem Schießwettbewerb teil. Doch der gerät komplett außer Kontrolle und Amani kann sich mit einem fremden Jungen zusammen retten. Kurz darauf wird genau dieser Junge von der Armee des Sultans wegen Verrats gesucht, und er flieht und nimmt Amani mit. Doch trotzdem versucht der Junge, der sich als Jin vorstellt, es Amani auszureden, nach Izman zu gehen. Denn er war schon dort, genau wie in vielen anderen Ländern. Dennoch macht Amani sich auf den Weg nach Izman. Während ihrer Reise mit Jin wird Amani immer wieder von der Armee des Sultans gejagt, der es anscheinend sehr wichtig ist, Jin zu kriegen. Außerdem treffen die beiden auch auf verschiedene Wesen, die Amani bisher so gut wie nur aus Geschichten kennt: Dschinn, Ghoule und Skinwalker. Währenddessen verlieben sich Jin und Amani, und Jin ist Amani plötzlich wichtiger als sie je gedacht hätte, obwohl sie ihn nicht mal wirklich kennt. Und bald befindet Amani sich mitten in einer Rebellion, die alles besser machen möchte und durch die sie vieles erfährt, das sie niemals geahnt hätte…

rebel of the sands

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Amani Al´Hiza ist Waise, und ihren Vater kennt sie nicht einmal. Sie nimmt an, das ihr Vater aus dem Nachbarland kam, da sie im Gegensatz zu allen anderen in ihrem Land blaue Augen hat. Deshalb lebt sie bei ihrem Onkel und ihrer Tante, die sie nicht gerade nett behandeln. Schon immer hat Amani von einem besseren Leben in Izman geträumt. In ihrem Dorf, Dustwalk, hat man nicht viele Möglichkeiten, vor allem nicht als Frau. Amani ist außerdem manchmal ziemlich frech, und kann nie ihren Mund halten, wenn sie es eigentlich sollte. Sie ist auch ziemlich intelligent, und sie hat sich schon früh das Schießen beigebracht. Pistolen gibt es in Dustwalk genug, da dort die größte Pistolenfabrik des Landes ist. Unter anderem wegen ihrer Schießkünste kommt Amani sehr gut allein zurecht und verlässt sich nicht so gerne auf andere.

Ich finde Amani sehr sympathisch. Sie gibt sich nicht damit zufrieden, dass sie es so schlecht hat, und tut alles für ein besseres Leben.

Über Jin erfährt man bis zum Ende des Buches eigentlich nicht viel. Er ist ziemlich geheimnisvoll, aber auch faszinierend. Jin kommt nicht aus Dustwalk, sondern aus einem anderen Land, und er war schon an vielen Orten. Er kennt sich gut mit Amanis Land aus und kennt die alten Geschichten des Landes über Dschinn und die anderen First Beings sogar besser als Amani. Über sich erzählt Jin aber nur sehr wenig, doch er scheint viel mit Amani gemein zu haben.

Schreibstil:

Mit dem Schreibstil von Alwyn Hamilton konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Er ist irgendwie einfach ganz anders, als sonst in englischen Büchern, und manche Wörter waren anders geschrieben, als ich es kenne, zum Beispiel statt recognize recognise und so weiter… Aber ansonsten wird alles deutlich beschrieben, und man kann sich das Leben in der Wüste genauso gut vorstellen wie die Gefühle von Amani.

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Dieses Buch hat mir bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr gut gefallen. Es ist mal was ganz anderes, und ich habe wirklich noch nie ein Buch mit diesem Thema gelesen. Es gibt nur ein einziges Buch, das ich gelesen habe und das auch in der Wüste spielt, und zwar „Zorn und Morgenröte“. Doch im Gegensatz dazu spielt dieses Buch nicht in einem Palast oder einer Stadt, sondern in einem armen Dorf. Man bekommt mit, wie das Leben in der Wüste ist. Zum Beispiel ist es dort normal, dass Männer mehrere Frauen haben und dass Frauen so gut wie nichts wert sind. Außerdem erzählt man sich dort viele Geschichten über Dschinn und so weiter, die zur Religion gehören. Von diesen magischen Wesen habe ich noch nicht viel gelesen, und es hat mir auch gefallen, dass sie nicht nur in Geschichten, sondern auch im echten Leben von Amani und Jin vorkommen. Zum Beispiel reiten sie teilweise auf einem Buraqi, einem Pferd aus Sand. Ich finde es toll, dass das nicht die normalen Fantasywesen sind.

Es finde es gut, dass zu diesen Fantasyelementen auch noch eine Revolution kommt. Es gibt Geschichten von einem verschollenen Prinzen, dem eigentlich die Krone zusteht, der sie aber wegen seiner Schwester nicht bekommen hat. Denn ihr Vater ist ein Dschinn. Jetzt soll dieser Prinz eine Revolution gegen den König anführen mit dem Motto „A new dawn, a new desert“. Viele Menschen werden getötet, wenn sie in seinem Namen rebellieren. Ich fand es spannend zu erfahren, was es mit dieser Geschichte wirklich auf sich hat.

Die Handlung des Buches ist größtenteils fesselnd und spannend. Schon am Anfang konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Das Buch fängt gleich beim Schießwettbewerb an, sodass es schon spannend wird. Es ist interessant, mehr über Amanis Leben und generell über das Leben der Menschen in Dustwalk zu erfahren. Und ich finde Amani sehr sympathisch, und ihre Dialoge mit anderen Leuten sind meistens ziemlich unterhaltsam.

Das Einzige, was mich am Anfang verwirrt hat, war der Schreibstil und viele Dinge, die man hier nicht kennt, wie zum Beispiel die fremde Währung und die Gewänder, die Amani trägt. Gerade auf Englisch kann das verwirrend sein.

Nachdem Amani aus Dustwalk flieht, ist es meiner Meinung nach nicht mehr so spannend, und ich wusste irgendwann nicht mehr, was eigentlich die Haupthandlung dieser Geschichte sein soll. Durch den Klappentext nimmt man an, dass die Rebellion eine große Rolle spielt, aber sie wird erst auf den letzten 100 oder 150 Seiten wichtig. Davor geht es um die Reise, um magische Wesen, Geschichten, die Armee des Sultans und auch die Armee seiner Verbündeten. Aber am Ende gibt alles, was man im Laufe der Geschichte erfahren hat, einen Sinn. Besonders die Geschichten der First Beings und der Revolution sind ziemlich wichtig, was ich ehrlich gesagt nicht gedacht hätte.

Als es dann um die Revolution geht, wird es wieder sehr spannend und man erfährt total viel. Man muss aber wissen, dass diese Revolution keine normale ist, sondern dass es hier noch mehr Fantasyelemente gibt als vorher. Mir hat das sehr gut gefallen und ich bin mir sicher, dass es im nächsten Band mehr um Fantasy geht als im ersten. Das Ende ist in sich abgeschlossen, weshalb ich zuerst gedacht habe, es gäbe gar keinen 2. Band! Zum Glück soll es einen geben 🙂 .

Was mich am meisten gestört hat, ist, dass ich nicht wusste, ob dieses Buch in der Zukunft spielt oder nicht, und dass es in dem Buch keine Landkarte gibt. Es ist oft die Rede von irgendwelchen Routen und Orten und Ländern und es ist nervig, wenn man nicht weiß, wo was ist. Gerade in solchen Fantasywelten finde ich Landkarten einfach sehr wichtig.

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Dieses Buch ist etwas ganz anderes als andere Bücher. Es spielt in der Wüste und man kann sich das Leben der Menschen dort gut vorstellen, und auch die Fantasywesen sind mal was anderes als Feen, Vampire, Werwölfe usw. und sie sind echt total faszinierend. Außerdem finde ich die Mischung zwischen Fantasy, Roman und Revolution toll. Was mich ein bisschen gestört hat ist der Schreibstil und dass es keine Karte gibt. Und ich finde es schade, dass man sich manchmal fragt, um was es jetzt eigentlich in dieser Geschichte geht, bis es auf den letzten 150 Seiten klar wird.

Dieses Buch empfehle ich allen, die sowohl Revolutionsgeschichten wie auch Fantasy mögen. Und ich denke, man sollte es nur dann auf Englisch lesen, wenn man schon mehrere Bücher auf Englisch gelesen hat, da ich es von der Sprache relativ schwierig fand.

Ich gebe diesem Buch 4 von 5 Eulen und hoffe, dass der 2. Band ein bisschen besser wird. Ohne die letzten 150 Seiten hätte ich dem Buch nur 3 Eulen gegeben, aber es gibt am Ende noch viele Dinge, die einen guten 2. Band versprechen.

 

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3 Gedanken zu „[Rezension] Rebel of the sands – Alwyn Hamilton

  1. Eine sehr schöne Rezension! Die Geschichte fand ich auch unbeschreiblich gut und es ist wirklich mal etwas anderes, denn so viele Geschichten aus dem Orient kenne ich gar nicht! Amani ist einfach ein sympathisches Wüstenmädchen und man schließt sie direkt ins Herz! Ich finde auch, dass es mit einer Karte einfacher gewesen wäre. Aber mit den fremden Begriffen war es auf Deutsch auch erst schwer 😀
    Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

  2. Danke für die schöne und ausführliche Rezi. 🙂 Die Geschichte klingt echt vielversprechend und ich mag Bücher, die in ähnlichen Welten spielen wie „Zorn und Morgenröte“ (was übrigens eins meiner Halbjahreshighlights war!)
    „to recognize“ ist übrigens die amerikanische Variante und „to recognise“ die britische.

    Gefällt 1 Person

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