[Rezension] Bitter & Sweet – Mystische Mächte von Linea Harris

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Titel: Bitter & Sweet – Mystische Mächte

Autor: Linea Harris

Genre: Fantasy

Verlag: ivi

Seiten: 367 + Leseprobe zum 2. Band

Preis: 12,99€

Reihe: 1. Mystische Mächte, 2. Geteiltes Blut, 3. Verlorene Welt

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Inhalt:

Jillian war schon immer anders. Doch das alles ergibt plötzlich einen Sinn, als Jills Tante ihr an ihrem Geburtstag mitteilt, dass sie eine Hexe ist. Und wie schon ihre Tante vor ihr, soll Jill die Winterfold Akademie besuchen, um zu lernen, mit ihrer Prana, also mit ihren Kräften, umzugehen. Dort soll ihr außerdem beigebracht werden, wie man sich gegen die Mairas wehren kann. Mairas sind Halbdämonen, die auf die Erde kommen können und die Menschen fressen. Doch schon vor ihrer Ankunft begegnet Jill einem Mantis Dämon. Sie kann ihm entfliehen, jedoch sollte es eigentlich gar nicht möglich sein, dass ein Mantis Dämon ins Wohngebiet eindringt.

Auf der Akademie gibt es nicht nur Hexen, sondern auch Vampire und Mondkinder. Jill findet dort schnell Freunde: Alissa und Derek, die beide Hexen sind. Aber schon vom ersten Tag an wird Jill immer wieder zum Gespött der Schule, da sie auch dort anders zu sein scheint. Denn im Gegensatz zu den anderen hat Jill mehrere Fähigkeiten und kann ihre Prana schon früh beherrschen. Das Ganze findet seinen Höhepunkt, als Jill zusammen mit Ryan, einem Vampir, aufs Neue mit Mantis Dämonen konfrontiert wird. Doch die Dämonen verhalten sich seltsam und Jill ahnt, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Aber nicht nur die Dämonen machen Jill Sorgen. Über ihre verstorbene Mutter hat Jill Gerüchte gehört und der Leiter der VO ist mehr als interessiert daran, Jills Fähigkeiten zu erforschen.

Charaktere:

Jillian ist in diesem Buch die Hauptperson. Die ganze Geschichte wird aus ihrer Perspektive erzählt. Jill lebt bei ihrer Tante, da ihre Mutter und ihr Vater gestorben sind, als sie drei Jahre alt war. Schon immer war Jill ein Außenseiter und hatte keine Freundin, da sie anders war. Sie wünscht sich, endlich einmal normal zu sein. Außerdem wäre Jill gerne mutiger. An der Akademie wählt Jill deswegen Fächer, in denen sie lernt, Mairas zu töten und mit Waffen umzugehen, da sie sich dazu entschieden hat, einmal in der VO (Verborgenenorganisation) zu arbeiten.

Ich finde, dass Jill eigentlich ein ziemlich normaler Charakter für eine solche Geschichte ist, der keine soo besondere Charaktereigenschaft hat. Vor allem am Anfang war ich von Jill oft genervt, da sie naiv ist und denkt, sie könnte verbotene oder fiese Dinge tun, ohne dafür bestraft zu werden. Ab Seite 200 oderso wird das aber besser.

Alissa, kurz Ally, ist Jills erste beste Freundin. Sie ist immer nett und merkt es sofort, wenn etwas nicht stimmt. Sie ist auch sehr einfühlsam und war mir wirklich von Anfang an sympathisch. Ihr Spezialgebiet ist die Telekinese, und sie weiß schon viel über die Welt der Verborgenen.

Derek ist mit Jill und Ally gut befreundet. Er ist auch Hexe und genau wie Ally ist er ein guter Freund.

Schreibstil:

Dieses Buch wird aus der Ich – Perspektive erzählt. Der Schreibstil an sich ist relativ einfach und leicht zu lesen, mir ist allerdings aufgefallen, dass es am Anfang nicht so viele Dialoge gibt. Was mich enorm gestört hat, sind die vielen Ausrufezeichen. Es kam mir so vor, als wäre da echt am Ende von jedem fünften Satz ein Ausrufezeichen. Wenn es am Ende spannender wird, ist das okay, aber davor fand ich es total störend. Ich weiß nicht genau warum, aber mit dem Schreibstil konnte ich mich irgendwie erst nach 100 Seiten anfreunden, da er auch nicht so fesselnd ist.

Meine Meinung:

Ich habe mich dazu entschieden, dieses Buch zu lesen, weil mich der Klappentext sehr an „Mythos Academy“ und „Shadow Falls Camp“ erinnert hat, die ich beide sehr mag. Natürlich habe ich trotzdem gehofft, dass es sich auch ein bisschen davon unterscheidet. Doch leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

Der Anfang des Buches war genau so wie in jedem Buch dieser Art. Die Hauptperson erfährt erst einmal, was sie ist und kommt dann an eine neue Schule. Die neuen Freunde und generell das Leben an der Schule wurde für meinen Geschmack ein bisschen zu lange vorgestellt. Denn ich habe fast das selbe schon in so vielen anderen Büchern gelesen, dass ich es ziemlich langweilig fand. Es passiert zwar ein bisschen was, aber das ist für den weiteren Verlauf der Geschichte nicht von Bedeutung. Und zwar verliebt sich Jill in Nathan, ihren Lehrer im Waffen – und Mairatöten – Unterricht. Der Lehrer verliebt sich auch in Jill und sie haben was miteinander. Aber das ist ja verboten und die Tochter des VO Leiters, die es sowieso auf Jill abgesehen hat, macht ihr das alles noch schwerer. Ich fand das alles einigermaßen unrealistisch, weil ich es mir nicht vorstellen kann, dass ein Lehrer so schnell die Beherrschung verliert und es so weit kommen lässt… ich denke, dass ihm eigentlich durchaus bewusst sein müsste, wie viel er da für einen kurzen Flirt riskiert…  Naja, das hat eben insgesamt die Haupthandlung nicht näher gebracht, und ich habe wirklich überlegt, das Buch abzubrechen.

Aber es ist dann doch noch was passiert und es gibt nach dem Kampf gegen die Mairas auch einen anderen Jungen, für den Jill sich interessiert. Er ist ziemlich sympathisch und rätselhaft. Ab diesem Zeitpunkt wird es spannend und man erfährt immer mehr über Jills Mutter und es tauchen immer mehr neue Geheimnisse auf. Ungefähr ab Seite 250 konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Charaktere und der Schreibstil haben mich kein bisschen mehr gestört, da die Handlung dort Fahrt aufnimmt und da es einige Wendungen gibt, mit einer davon hätte ich niemals gerechnet. Es gibt am Ende sogar mehrere Kämpfe. Allerdings gibt es etwas sehr Wichtiges, das man ganz am Ende über Jill erfährt. Leider habe ich das schon 200 Seiten vorher geahnt, was aber daran liegen könnte, dass ich schon zu viele Bücher aus diesem Genre gelesen habe. Zum Glück hat das die Spannung aber nicht gemindert.

Das Ende ist in sich einigermaßen abgeschlossen, sodass es nicht schlimm ist, wenn man den 2. Band nicht sofort lesen kann.

Fazit:

Dieses Buch hat mich von der Handlung her zu stark an Shadow Falls Camp und Mythos Academy erinnert, sodass ich am Anfang nicht richtig in die Geschichte rein finden konnte. Die meisten Elemente, wie zum Beispiel, dass der Leiter der VO an Jill rum experimentieren will, kenne ich schon aus Shadow Falls. Doch ab Seite 250 wird es spannender und es gibt einige Wendungen, die ich niemals erwartet hätte. Ab dort konnte ich auch keine Ähnlichkeit mehr zu anderen Büchern feststellen und es hat mir sehr sehr sehr gut gefallen.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der Fantasy mag. Dennoch denke ich, dass es einem viel besser gefällt, wenn man Shadow Falls, Mythos Academy usw. noch nicht gelesen hat, da man sich dann besser auf die Geschichte einlassen kann.

Von mir bekommt das Buch 7 von 10 Sternen, da es mir am Ende doch noch sehr gut gefallen hat. Wegen der Aufdeckung am Ende des Buches bin ich schon sehr gespannt, wie es im zweiten Band weiter geht und ich hoffe, dass es genauso gut weitergeht wie es im ersten Band aufgehört hat.

An dieser Stelle möchte ich mich beim Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken.

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2 Gedanken zu „[Rezension] Bitter & Sweet – Mystische Mächte von Linea Harris

  1. Hey, wirklich schön und gut reflektiert geschrieben! Ganz ehrlich, mir gings irgendwann auch so, dass alle Bücher aus diesem Genre mehr oder weniger dieselbe Handlung hatten. Vielleicht hab ich davon zu viel auf einmal gelesen oder mir wirklich immer sehr ähnliche Bücher ausgesucht, mittlerweile lese ich jedenfalls kaum noch Fantasy. Habs mir wahrscheinlich selber ein bisschen kaputt gemacht, hehe. Vielleicht wage ich mich mal wieder dran, Bitter&Sweet scheint mir ganz gut geeignet für einen Neustart 🙂
    Liebe Grüße
    Svenja

    Gefällt 1 Person

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