[Rezension] Lady Midnight – Cassandra Clare

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Titel: Lady Midnight – die dunklen Mächte
Autor: Cassandra Clare
Seiten: 830
Preis: 19,99 €
Genre: Fantasy
Verlag: Goldmann
Reihe: Band 1 einer Reihe/Trilogie
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Inhalt:
Während dem dunklen Krieg wurden Emma Carstairs Eltern umgebracht. Der Rat und ist fest davon überzeugt, dass sie wie so viele andere zu den Opfern von Sebastian gehören. Doch Emma war schon immer davon überzeugt, dass jemand anders ihre Eltern ermordet hat, denn sie waren mit Schriftzeichen einer dem Rat unbekannten Sprache beschrieben und ihre Leichen haben sich aufgelöst.
Als es in Los Angeles mehrere Morde gibt, bei denen die Leichen ähnlich zugerichtet sind wie Emmas Eltern, ist Emma sich sicher, dass nicht für Sebastian den Tod ihrer Eltern verantwortlich ist. Deshalb beginnt Emma, den wahren Mörder zu suchen. Da sich unter den Opfern auch Feenwesen befinden, bitten die Mitglieder des Dunklen Volkes die Schattenjäger von Los Angeles um Hilfe. Eigentlich ist es den Schattenjägern seit dem Dunklen Krieg untersagt, Feenwesen zu helfen, aber Emma, Julian, Christina und Julians Geschwister versuchen trotzdem, den Mörder zu finden.
Alles an den Morden sieht nach Ritualmorden aus, aber wer will damit was erreichen?
Christina, die neu im Institut ist und Julian, Emmas Parabatai, helfen Emma, die Wahrheit herauszufinden. Aber Emma und Julian sind trotz des Verbots drauf und dran, sich ineinander zu verlieben. Sie wissen nicht, warum Parabatai sich nicht lieben dürfen, oder ob sich dann etwas am Parabatai Bund ändert, doch sie wissen, dass sie hart bestraft werden, wenn sie ihren Gefühlen nachgeben.

Personen:
Die Hauptpersonen in diesem Buch sind Emma Carstairs und ihr Parabatai Julian Blackthorn. Aber auch Christina spielt eine wichtige Rolle.
Emma Carstairs hat beide Eltern verloren. Seitdem sie gestorben sind, sucht Emma überall Hinweise auf die wirkliche Todesursache ihrer Eltern. Es ist sehr wichtig für sie, sich am Mörder ihrer Eltern zu rächen, ihn also selbst zu ermorden. Außerdem ist Emma Julians Parabatai. Er hat ihr immer Halt gegeben und ist sehr wichtig für sie. Aber Emma beginnt, sich in Julian zu verlieben, was sie zu verhindern versucht.
Emma gehört zu den besten Schattenjägern und ist sehr mutig. Manchmal handelt sie allerdings unüberlegt oder bringt sich in gefährliche Situationen.
Julian Blackthorn ist Emmas Parabatai. Er liebt es, zu malen. Julian hat sich in Emma verliebt und versucht herauszufinden, warum sich Parabatai nicht verlieben können. Auch er versucht, gegen seine Gefühle zu kämpfen.
Im Dunklen Krieg musste Julian seinen eigenen Vater (einen Erdunkelten) töten, weshalb er sich oftmals fragt, ob er ein schlechter Mensch ist. Da Julians Eltern somit auch beide tot sind, zieht er seine vier kleinen Geschwister alleine  groß. Manchmal sorgt er sich, wie er das alles schaffen kann. Er möchte für seine Geschwister immer da sein und ihnen eine schöne Kindheit ermöglichen. Seine beiden älteren Geschwister, Mark und Helen, sind Halbelben. Helen wurde deshalb verbannt und Mark wurde von der Wilden Jagd verschleppt.
Julian lügt oft, um andere zu schützen.
Aber Julian kann auch skrupellos sein, wenn es darum geht, die, die er liebt, zu beschützen.
Christina kommt aus dem Institut von Mexiko Stadt und verbringt ein Jahr im Institut von Los Angeles. In ihrer Heimat hatte sie einen Freund, den sie nur „Der Perfekte Diego“ nennt. Aber nicht, weil sie ihn so mag, sondern weil alle außer ihr ihn perfekt finden. Christina ist nett und hört Emma immer zu. Auch allen anderen im Institut hilft Christina gerne. Sie ist Emmas einzige Freundin.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch habe ich mich schon lange gefreut, weil ich „Die Chroniken der Unterwelt“ und „Die Chroniken der Schattenjäger“ so toll fand. Dementsprechend hatte ich natürlich auch sehr hohe Erwartungen.
Schon gleich am Anfang hat mich an diesem Buch das Cover und das Format gestört. An sich ist es zwar nicht hässlich, doch es passt einfach nicht zu den anderen Büchern von Cassandra Clare. Außerdem gibt es in diesem Buch kein Inhaltsverzeichnis, was ich bei so langen Kapiteln schon gut fände. Vorne im Buch ist eine Karte, doch im Gegensatz zu der Karte in den Chroniken der Unterwelt gibt es auf dieser Karte Abbildungen von wichtigen Orten in der Geschichte. Das hat mich zwar nicht gestört, aber ich finde es unnötig. Cassandra Clare beschreibt die Plätze so detailliert, dass man sie sich gut selbst vorstellen kann.
Ich denke, es ist wichtig zu sagen, dass es in diesem Buch nicht mehr so viel um die Schattenjäger oder um alle Schattenweltler geht, sondern eigentlich nur um Feenwesen und ein bisschen um Hexenmeister. Schon am Titel kann man erkennen, dass es in diesem Buch um „Dunkle Mächte“, also schwarze Magie geht.
Dieses Thema ist genauso spannend, wie die Themen in den anderen Büchern, aber es ist eben etwas ganz anderes. Ich fand es ehrlich gesagt ziemlich schade, dass Vampire und Werwölfe keine große Rolle mehr gespielt haben.
Trotzdem fand ich es sehr interessant, in diesem Buch noch mehr über den Dunklen – und den Lichten Hof zu erfahren.
Die Hauptpersonen, also Emma und Julian, kennt man ja schon aus City of heavenly fire, doch dort waren sie noch Kinder. Ich fand es schwierig, mich daran zu gewöhnen, dass sie nun erwachsen sind. In vielen Situationen handelt Emma unüberlegt und überschätzt sich. Dadurch kommt sie immer wieder in gefährliche Situationen. Im Gegensatz zu Clary finde ich Emma ziemlich unreif und kindisch. Deshalb kam mir die Liebesgeschichte zwischen ihr und Julian auch manchmal unecht vor.
Im Gegensatz zu Emma ist Julian aber total erwachsen. Mit ihm konnte ich mich irgendwie erst nach einer Weile anfreunden. So toll wie Jace fand ich ihn nämlich nicht…
Dafür finde ich die anderen Jugendlichen in diesem Buch sehr nett und sympathisch.
Jede der Hauptpersonen hat wegen dem Krieg eine schwere Vergangenheit.
Ich finde es auch schade, dass Clary, Jace und sogar Magnus nicht oft aufgetaucht sind.
Die Geschichte an sich hat mir aber sehr gut gefallen. Es ist sehr spannend, und das Thema der schwarzen Magie/Ritualmorde ist in den Schattenjäger Büchern noch nicht vorgekommen. Es gibt ständig neue Entdeckungen und neue Rätsel, und insgesamt ist die Geschichte ziemlich verstrickt.
Da ich schon die anderen Schattenjäger Bücher gelesen habe, konnte ich einige Wendungen schon vorhersehen. Aber trotzdem gab es immer wieder Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe.
Obwohl das Buch so dick ist, wurde es fast nie langatmig. Vor allem die letzten 200 Seiten waren fesselnd und spannend.
Den Schreibstil von Cassandra Clare fand ich, wie schon in den anderen Büchern, sehr fesselnd. Es wird zwar nicht so sehr auf Gefühle geachtet, aber dafür werden die Umgebung, die Handlungen und Kämpfe usw. detailliert beschrieben.
Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt, hauptsächlich aus denen von Emma und Julian. Dadurch ist die Liebesgeschichte zwar nicht mehr so spannend, aber man erfährt so viel über die Personen.

Fazit:
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, weil ich die ganze Welt der Schattenjäger einfach toll finde. Auch die Handlung ist sehr spannend und fesselnd.
Viele Dinge wurden aber aus den anderen Büchern übernommen, also waren manche Ideen nichts Neues. Ich denke, es könnte gut sein, wenn die Autorin nach dieser Reihe einfach mit dem Thema abschließt, weil so langsam eben nicht mehr so viel Neues passiert.
Insgesamt gebe ich diesem Buch 4,5 von 5 Sternen, weil es zwar fesselnd und toll war, mich aber manchmal nicht ganz überzeugt hat.
Ich empfehle es allen, die die anderen Bücher von Cassandra Clare mögen. Aber ich denke, es ist auch möglich, dieses Buch zu lesen, ohne die anderen 2 Reihen gelesen zu haben.

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2 Gedanken zu „[Rezension] Lady Midnight – Cassandra Clare

  1. Ich frage mich gerade, ob wir dasselbe Buch gelesen haben. Das ist bisher die erste negative Kritik von dem Buch die ich gelesen habe. Ich bin verwundert, dass du nach alle den Punkten die du angesprochen hast dem Buch trotzdem 4,5 Sterne gegeben hast.
    Ich habe auch alle Bücher gelesen und bin riesen Fan von Cassie Clares Geschichten.
    Allerdings fande ich Emma viiiiel erwachsener und reifer als Clary. Clary hat mich und auch die meisten anderen oftmals genervt.
    Ich liebe Julian und es ist gar kein Vergleich zu Jace, weil er einfach ein ganz anderer Typ ist.
    Das es in dem Buch nicht so im Gefühle geht, muss ich stark verneinen… Das ganze Hin und Her zwischen Jules und Emma und Kieran und Mark und die ganzen Familienbande? Wo sollen da die Gefühle missachtet worden seien?
    Und dass vampire und Werwölfe weniger eine Rolle spielen ist ja auch ein bisschen klar, weil es um die Probleme mit den Feen geht. Bei Chroniken der Unterwelt wurden die Feen ein bisschen vernachlässigt. Ich denke die Vampire und Werwölfe werden auch noch ihren Auftritt bekommen, aber momentan sind die Feenwesen dran, denn die Blackthorns haben nunmal durch Mark und Helen direkte Verbindung zu dem Volk.
    Die Hauptpersonen in dem Buch sind nunmal Emma und Julian und die Blackthorn Familie, da können nicht ständig Jace, Clary und Magnus auftauchen. Die hatten ihre Geschichte. Ich finde es gut, dass sie immer mal noch da sind, aber nicht überwiegend. Und am Ende gab es ja nochmal ein Kapitel mit ihnen.

    Das war so mal meine Meinung in Kurzfassung xD

    Ganz liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, da hast du schon recht. Ich habe aber eben trotzdem etwas anderes erwartet 🙂 Und ich habe nicht gemeint, dass es nicht so um Gefühle geht, sondern dass ich finde dass die Gefühle nicht so genau beschrieben werden wie in anderen Büchern. Und vielleicht finde ich Emma nur deshalb kindischer als Clary, weil man Emma als Kind „kennengelernt“ hat und weil ich finde, dass sie sich nicht so sehr verändert hat.
      Vielleicht stören mich diese ganzen Dinge in den nächsten Bänden überhaupt nicht mehr; bei den Chroniken der Unterwelt fand ich den ersten Band auch noch nicht soo gut 😉

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