[Rezension] Die 100 – Kass Morgan

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Titel: Die 100
Autor: Kass Morgan
Verlag: Heyne fliegt
Genre: Science Fiction
Seiten: 315
Preis: 12,95 €
Reihe:
1. Die 100
2. Die 100 – Tag 21
3. Die 100 – Heimkehr

Inhalt:
Die Erde ist seit der Stunde Null radioaktiv verseucht und deshalb nicht bewohnbar. Doch schon kurz davor konnte sich ein kleiner Teil der Menschheit auf große Raumschiffe retten, und zwar auf die Phoenix, die Walden, und die Arcadia. Dort leben die Menschen nun schon seit 300 Jahren. Aber es ist klar, dass die Raumschiffe nicht für immer halten werden, doch man weiß nicht, ob die Erde schon wieder bewohnbar ist. Aus diesem Grund werden 100 jugendliche Straftäter, denen sonst die Todesstrafe gedroht hätte, auf die Erde geschickt. Wenn die Erde noch verseucht ist, werden sie sterben, aber ansonsten werden sie frei sein. Unter den 100 Jugendlichen befinden sich unter anderem Clarke, Wells und Bellamy. Auf der Erde müssen sie um ihr Überleben kämpfen. Außerdem kennen sich Clarke und Wells aus ihrer Vergangenheit, aber Clarke hasst Wells.
Eine jugendliche Kriminelle, Glass, konnte dem Transport zur Erde entkommen, aber auf der Phoenix ist es nicht leicht für sie.

Personen:
Clarkes Eltern waren die besten Wissenschaftler auf der Phoenix, bis sie vom Rat umgebracht wurden. Für ihren Tod macht Clarke Wells verantwortlich, und hasst ihn deswegen. Clarkes Eltern wollten immer einmal auf die Erde kommen, deshalb ist Clarke eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Schicksal. Da Clarke vor ihrer Festnahme eine Ausbildung zur Ärztin gemacht hat, kann sie sich auf der Erde um Verletzte kümmern. Clarke ist sehr selbstlos, nett zu allen außer Wells und glaubt an das Gute im Menschen, aber sie kommt nicht gut mit etwas klar, das in ihrer Vergangenheit passiert ist.
Wells ist der Sohn des Kanzlers und war früher einmal mit Clarke zusammen. Aber er hat etwas getan, weshalb Clarke ihn hasst.
Er hat absichtlich etwas Kriminelles getan, um auf die Erde zu dürfen und Clarke dort beschützen zu können. Wells ist außerdem sehr gerecht und sorgt sich immer um Clarke.
Bellamy ist der einzige auf dem Raumschiff, der eine Schwester hat, da das eigentlich verboten ist. Er hat es mit Gewalt ins Transportschiff auf die Erde geschafft, da er dort seine Schwester beschützen will. Sie ist das einzige Familienmitglied, das ihm geblieben ist.
Glass konnte rechtzeitig aus dem Transportschiff flüchten und ist noch immer auf der Phoenix. Sie hat einen Freund auf der Walden, den sie eigentlich nicht haben dürfte. Er heißt Luke. Sie würde alles tun, um ihn zu sehen, aber solange er nicht weiß, was passiert ist, können sie nicht zusammen sein. Glass hat in der Vergangenheit etwas sehr Mutiges getan, und sie würde ihr Leben für Lukes geben.

Meine Meinung:
Das Buch ist aus vier verschiedenen Sichten geschrieben, und zwar aus denen von Bellamy, Wells, Clarke und Glass. So erfährt man zwar immer, was alle denken, aber mich hat das ein bisschen gestört. Die verschiedenen Sichten waren vom Schreibstil her alle gleich geschrieben. Unter anderem deshalb fand ich es oft schwierig, mich wieder in die neue Sicht zu versetzen und die Sichten zu unterscheiden. Bei zwei verschiedenen Sichten ist das ja meistens kein Problem, aber bei vier eben schon. Außerdem muss ich sagen, dass ich die Abschnitte aus Glass‘ Sicht zwar interessant fand, aber bis zum letzten Abschnitt nicht verstanden habe, warum es diese Sicht überhaupt gibt. Man bekommt dadurch zwar mit, wie es auf den Raumschiffen weiter geht, aber da passiert eigentlich nicht so viel und die Geschichte zwischen Glass und Luke fand ich zwar schön, aber irgendwie unnötig.
Die anderen Abschnitte, vor allem die aus Clarkes Sicht, haben mir aber sehr gut gefallen.
Zwischen den Abschnitten, die auf der Erde oder eben auf den Raumschiffen spielen, gibt es immer Abschnitte aus der Vergangenheit von Glass, Bellamy, Wells  und Clarke. So erfährt man erst mit der Zeit, was sie alle getan haben, um verhaftet zu werden. Jeder von ihnen hat eine schwere Vergangenheit hinter sich, über die man auch erst nach und nach etwas erfährt. Mit der Zeit versteht man auch so den Hass von Clarke auf Wells.
Mich haben diese Zeitsprünge oft irritiert, obwohl sie in einer anderen Schrift geschrieben sind. Aber die einzelnen Abschnitte hören meistens da auf, wo es spannend wird. So will man zwar immer weiter lesen, aber es nervt auch mit der Zeit. Dennoch fand ich die verschiedenen Geschichten der Charaktere sehr spannend.
Der Schreibstil an sich ist ziemlich einfach. Auf die Gefühle der Personen oder auf Beschreibungen der Orte geht die Autorin nicht sehr genau ein. Trotzdem hat mir der Schreibstil einigermaßen gefallen, weil man es sich ja auch so vorstellen kann.
Die Charaktere fand ich eigentlich alle sympathisch. Besonders Clarke und Wells mochte ich von Anfang an, aber nach einer Weile fand ich auch Glass nett. Bellamy wurde schon am Anfang als Held dargestellt, sodass ich ihn erst mal abstoßend fand, aber auch ihn fand ich schon bald sympathisch. Die Handlungen der Charaktere konnte ich immer gut nachvollziehen.
Das Buch ist zwar fast immer spannend, aber man sollte schon vor dem Lesen wissen, dass auf der Erde eigentlich nicht viel passiert. Die Vergangenheit nimmt bestimmt die Hälfte des Buches ein. Auf der Erde geht es im Großen und Ganzen nur darum, wie Clarke versucht, die Verletzten zu versorgen und ein bisschen um den politischen Aufbau des Lagers.
Außerdem würde ich nicht sagen, dass es wirklich einen Höhepunkt gibt. Trotzdem ist das Buch sehr fesselnd und spannend.
Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen und es ist auch gut beschrieben, wie die Menschen auf den Raumschiffen überleben können. Ich konnte mir das sehr gut vorstellen. Auch das Zusammenleben der Kriminellen, von denen eigentlich nur einige wirklich gefährlich sind, fand ich spannend.
Für mich war dieses Buch aber eher ein Buch für zwischendurch. Ich fand es schon gut, aber ich habe nicht ewig darüber nachgedacht. Jedenfalls war es lang nicht so gut wie die Tribute von Panem.

Fazit:
Die Grundidee finde ich toll, und auch die Geschichten der einzelnen Charaktere sind spannend. Allerdings hätte ich erwartet, dass das Überleben auf der Erde stärker im Mittelpunkt steht. Ich hätte mir gewünscht, dass auf der Erde ein bisschen mehr passiert und dass es einen richtigen Höhepunkt gibt. Aber ich hoffe einfach mal, dass im zweiten Band mehr passiert, da ja jetzt nach dem ersten Band die Vergangenheit der Charaktere geklärt ist.

Bewertung:
Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen, weil ich das Buch zwar grundsätzlich gut fand, aber etwas anderes erwartet habe. Ich muss aber dazu sagen, dass ich das Buch wirklich fesselnd fand und es in eineinhalb Tagen durchgelesen habe. Ich empfehle es allen, Zukunftsgeschichten mögen und kein Problem mit mehreren Perspektiven und vielen Rückblicken haben.

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